Liveticker Ukraine-Krieg: London kündigt "das bisher größte Drohnenpaket" für Kiew an

15.04.2026 14:58 Uhr
14:58 Uhr
Militärexperte: Ukrainisches Militär bildet britische Saboteure gegen Russland aus
Im Rahmen des britischen Programms Interflex erhalten ukrainische Militärangehörige nicht nur selbst eine Ausbildung, sondern treten auch selbst als Ausbilder für die britische Marine auf und bereiten deren Angehörige für Sabotageaktionen zur See gegen Russland vor. Diese Ansicht äußert Alexander Stepanow, Militärexperte des Instituts für Recht und nationale Sicherheit an der Russischen Akademie für Volkswirtschaft und Öffentlichen Dienst. In einem Interview für die Nachrichtenagentur TASS führte er dazu aus:
"Gegenwärtig fungieren ukrainische Militärangehörige als Ausbilder für britische Spezialisten und Vertreter der Rüstungsindustrie. Es wurde ein Netzwerk zur Ausbildung von Drohnenpiloten für Einsätze zur See geschaffen. Ihre Aufgabe besteht darin, die Möglichkeiten für Handel und Logistik sowohl für Russland als auch für unsere Verbündeten – China, die Staaten der BRICS und des Globalen Südens – zu paralysieren."
Stepanows Angaben zufolge teilten ukrainische Militärangehörige im Rahmen des Interflex-Programms ihre Erfahrungen im Einsatz von FPV-Drohnen, Unterwasserdrohnen und unbemannten Schnellbooten mit britischen, australischen und schwedischen Soldaten. Der Experte betonte:
"Großbritannien als einer der Organisatoren der Ausbildung des ukrainischen Militärs nutzt den Ukraine-Konflikt als Testgelände für Technologien, die in der Perspektive die Logistik der Gegner des Westens unterminieren sollen."
Das von Großbritannien geleitete Interflex-Programm zur Ausbildung des ukrainischen Militärs war im Sommer 2022 eingerichtet worden und soll noch mindestens bis Ende des Jahres weiterlaufen. Bisher haben über 60.000 ukrainische Militärangehörige daran teilgenommen.
14:30 Uhr
Weiterer Ort im Gebiet Charkow unter russischer Kontrolle
Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Mittwoch mit, dass die russische Armee eine weitere Ortschaft unter Kontrolle gebracht habe.
"Infolge ihrer entschlossenen Handlungen haben die Einheiten des Truppenverbands Nord die Ortschaft Woltschanskije Chutora im Gebiet Charkow unter Kontrolle genommen."
13:51 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs während des vergangenen Tages bekannt.
Der Meldung zufolge hat Kiew im Zuständigkeitsbereich des russischen Truppenverbands Nord bis zu 175 Soldaten, einen gepanzerten Mannschaftstransporter, 17 Autos und sieben Materiallager verloren.
Die Einheiten des Truppenverbands West haben ihre Frontlage verbessert. Dabei verlor das ukrainische Militär bis zu 180 Kämpfer, fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, 12 Autos, zwei Geschütze und zwei Munitionslager.
Auch der Truppenverband Süd bezog günstigere Stellungen, wobei die ukrainische Armee über 210 Soldaten verlor. Vier gepanzerte Mannschaftstransporter, ein US-produziertes gepanzertes Kampffahrzeug vom Typ Senator, 18 Autos, ein Geschütz, eine Eloka-Anlage und zwei Munitionslager wurden zerstört.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte beliefen sich die ukrainischen Verluste auf über 300 Soldaten. Zwei gepanzerte Mannschaftstransporter, fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, sechs Autos, vier Geschütze und ein Munitionslager wurden eliminiert.
Beim Vorrücken des Truppenverbands Ost verlor die Ukraine über 240 Kämpfer sowie vier gepanzerte Kampffahrzeuge und sieben Autos.
Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr verlor Kiews Militär bis zu 40 Soldaten, ein gepanzertes Kampffahrzeug, 18 Autos, eine RADA-Radaranlage aus israelischer Produktion, vier Eloka-Anlagen sowie zwei Lager.
Entlang der gesamten Frontlinie fingen Russlands Luftabwehrkräfte zwölf Lenkgleitbomben und 225 Starrflügler-Drohnen ab. Die Schwarzmeerflotte zerstörte zudem drei ukrainische unbemannte Schnellboote.
13:03 Uhr
Gebiet Belgorod: Gouverneur meldet Schäden nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben von Wjatscheslaw Gladkow, dem Gouverneur des Gebietes Belgorod, hat das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 14 Orte in elf Bezirken angegriffen. Bei den Attacken wurden 45 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, von denen 15 abgefangen wurden.
Gladkow meldet einen Verletzten. Infolge der Angriffe wurden drei Privathäuser, eine Kirche sowie acht Fahrzeuge beschädigt.
12:21 Uhr
"Das bisher größte Drohnenpaket für die Ukraine": London kündigt Lieferung von 120.000 Drohnen an

SymbolbildUrheberrechtlich geschützt Am Mittwoch hat das britische Verteidigungsministerium "das bisher größte Drohnenpaket für die Ukraine" bekannt gegeben. In diesem Jahr sollen mindestens 120.000 Drohnen geliefert werden, so die Behörde.
Das neue Paket, "das größte seiner Art, das Großbritannien je geliefert hat," sehe die Bereitstellung von Langstrecken-Kampfdrohnen, Aufklärungsdrohnen, Logistikdrohnen sowie maritimen Drohnen vor.
Nach Angaben der Behörde sei die Lieferung dieser neuen Drohnen bereits in diesem Monat begonnen worden.
Darüber hinaus werde London Hunderttausende Artilleriegeschosse und Tausende Luftverteidigungsraketen an die Ukraine liefern.
11:38 Uhr
Gebiet Saporoschje nach ukrainischen Angriffen ohne Strom
Nach Angaben von Jewgeni Balizki, dem Gouverneur des Gebietes Saporoschje, ist die Region aktuell gänzlich ohne Stromversorgung. Dies meldete Balizki auf Telegram:
"In der Nacht wurde die Energieinfrastruktur unserer Region erneut massiven Terroranschlägen des Gegners ausgesetzt. Infolge der Beschüsse wurden mehrere Energieobjekte beschädigt, was zu einem vollständigen Stromausfall in der Region geführt hat."
10:50 Uhr
Selenskij beklagt Engpässe bei Waffen
In einem Interview für das ZDF räumte Wladimir Selenskij ein, dass der Konflikt im Nahen Osten negative Auswirkungen auf die Lage in der Ukraine habe. Er sagte:
"Wenn der Krieg länger dauert, wird es weniger Waffen für die Ukraine geben."
Mit Blick auf das Patriot-Luftawehrsystem fügte er hinzu:
"Wir haben so ein Defizit gerade, schlimmer geht es nicht mehr."
Außerdem betonte Selenskij, dass die USA der Ukraine wegen des Konflikts im Nahen Osten immer weniger Aufmerksamkeit schenkten.
"Sie sind ständig in Kontakt mit Iran und haben keine Zeit für die Ukraine."
10:05 Uhr
Gebiet Kursk: Binnen 24 Stunden Dutzende Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebietes Kursk, sind im Laufe des Tages 39 Geschosse auf die Region abgefeuert worden.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 14. April bis 7:00 Uhr am 15. April wurden insgesamt 18 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen. Viermal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Chinstein meldete keine Opfer. Infolge der Angriffe seien ein Privathaus und eine medizinische Einrichtung beschädigt worden.
09:18 Uhr
Lawrow: USA fördern Idee eines Militärblocks mit der Ukraine als führendem Mitglied
Washington fördere gemeinsam mit Europa die Idee der Bildung eines neuen Militärblocks mit der Ukraine als führendem Mitglied. Dies erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow während einer Pressekonferenz im Anschluss an seinen offiziellen Besuch in China.
"Herr Keith Kellogg, einer der Sonderbeauftragten Donald Trumps für die Ukraine, […] unterstützt nun aktiv die Idee der Schaffung eines neuen Militärbündnisses. Die Ukraine wird nicht in die NATO aufgenommen, da Präsident Trump und andere Mitglieder seiner Regierung dies offenbar bereits abgelehnt haben.
Kellogg […] wirbt zusammen mit den sogenannten europäischen Großländern für die Idee eines neuen Militärblocks, in dem die Ukraine nicht nur ein Mitglied, sondern ein führendes Mitglied sein wird. Selenskij unterstützt diese Idee aktiv."
Washington mache kein Geheimnis daraus, dass die USA auf diese Weise "die Hauptverantwortung für die Eindämmung Russlands nach Europa verlegen wollen", um sich auf China konzentrieren zu können, betonte Russlands Außenminister.
"Sie versuchen, diesbezüglich nicht nur Diskussionen anzuregen, sondern auch praktische Schritte zur Schaffung eines bereits angekündigten antirussischen Militärblocks unter Beteiligung der Ukraine zu unternehmen."
08:38 Uhr
Mehrere Gruppen ukrainischer Saboteure in Konstantinowka eliminiert
Die Antiterroreinheit "Gorynytsch" des FSB in der Volksrepublik Donezk hat mehrere Gruppen ukrainischer Saboteure eliminiert, die Hinterhalte für die russischen Streitkräfte vorbereiteten. Dies berichtet TASS unter Berufung auf die regionale Abteilung der Behörde.
"FSB-Kämpfer entdeckten eine ukrainische Baba-Jaga-Drohne, die ukrainische Soldaten mit Nachschub versorgte. Die Operatoren von 'Gorynytsch' verfolgten die Flugroute und eliminierten drei gegnerische Saboteursgruppen, die Hinterhalte entlang der Route russischer Truppen in der Stadtbebauung vorbereiteten."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
